Statt 283 grünen Bäumen: 17 km blaue Rohre

Themen auf dieser Seite:
BAHN baut „schwarze“ Rohre ein
Das Grundwassermanagement bleibt uns erhalten!
Die ersten blauen Rohre
Grundwasser - Bahn hält sich mit Infos zu Rohrleitungen zurück
Schönes Stuttgart - und es wird “noch schöner”
Wo 17 km blaue Rohre verlegt werden sollen
Wie es in Köln, Leipzig und Berlin aussieht

Siehe auch: Wasser


20.06.2011: BAHN baut „schwarze“ Rohre ein – „Rostbrühe“ wird in Untergrund eingeleitet!

Bei den in den letzten Tagen auf dem Gelände des GWM angelieferten „Blauen Rohren“, bestimmt zur Ableitung des Grundwassers zur Re-Infiltration in den Untergrund, handelt es sich eindeutig um handelsübliche Kunststoff-Mantel-Rohre mit mediumführenden Innenrohr aus gewöhnlichem Stahl St 37 mit aufgeschäumter PU-Dämmung und PE-Kunststoff-Mantel als äußerer Schutzhülle, wie sie im Fernwärmeleitungsbau üblich sind und zur Förderung von Fernheizwasser eingesetzt werden. Die einzelnen Rohre und Formstücke werden durch Lichtbogen-Schweißen miteinander druckdicht verbunden. Der einzige Unterschied besteht lediglich darin, daß der äußere Schutzmantel aus PE hier blau eingefärbt ist, während sonst die Mäntel sattschwarz sind. Diese blaue Farbgebung ist zum einen aus optischen Gründen gewählt; dabei spielt sicherlich auch eine verbesserte UV-Beständigkeit der PE-Mäntel eine Rolle. Für die Grundwasser –Ableitung ist dies ohne jede Bedeutung. Weiterhin sind die hier angelieferten Rohre ohne die bei Erdverlegung von Fernwärmeleitungen üblichen und notwendigen Leckwarndrähten, dafür aber mit Elektro-Heizbändern als Einfrier-Sicherung ausgeführt.
Diese Rohre sind ohne jeglichen inneren Korrosionsschutz* und folglich für die Ableitung des sauerstoffgesättigten Grundwassers nicht geeignet und dürfen nicht eingebaut werden! Der Einbau der angelieferten Rohre ist durch einstweilige Verfügung zu untersagen! Die Baumaßnahme ist einzustellen!
Begründung:
Sauerstoffhaltiges Wasser greift ungeschütze Eisenwerkstoffe an und zerstört diese in kurzer Zeit durch Eisen-Sauerstoff-Korrosion, allgemein bekannt als „Rostbildung“! Das darüber fließende Wasser nimmt die entstandenen Korrosionsprodukte auf; sichtbares Zeichen ist die bekannte rostbraune Verfärbung des Wassers. Auf diese Weise wird das Material nach und nach abgetragen; unter den hier vorliegenden Verhältnissen mit ständiger Durchströmung sauerstoffgesättigten Grundwassers ist von einer Abtragungsrate von etwa 0,5 mm jährlich auszugehen. Bezogen auf einen Meter Rohr DN 150 mit den Maßen 168,3 mmø x 4 mm und einer inneren Oberfläche von 0,5 m² ergibt dies einen jährlichen Material-Verlust von rd. 250 cm³ entsprechend 1,95 kg Eisen jährlich je Meter Rohr. Dies bedeutet, daß auf der Gesamt-Leitungslänge von 17 km jährlich etwa 33 to Eisen herausgespült und in den Untergrund eingelassen werden sollen! Die Rostbildung in den Rohren ist auf den beigefügten Bildern dieser Rohre gut erkennbar: allein schon durch das wenige Regenwasser, das sich hier in den vier Tagen seit der Anlieferung der Rohre am 16.6. bis zum Tag der Bildaufnahme am 20.6.2011 im Rohr angesammelt hat, ist eine beachtliche Rostlache entstanden.

Hieraus ergeben sich als Folgerungen:
1. Das abzuleitende Grundwasser wird durch diesen unvermeidlichen Korrosionsvorgang in seiner Zusammensetzung verändert und darf so nicht in den Untergrund eingeleitet werden! Die langfristigen Auswirkungen dieser langandauernden Eisen-Eintragung in Grundwasser und Untergrund auf Hydrologie und Boden mit seinem Bio-Chemismus ist nirgends geklärt. Die beabsichtigte Einleitung von derart verändertem Wasser verstößt gegen grundlegende wasserrechtliche Vorschriften! Damit hat die erteilte baurechtliche Genehmigung für den PFA 1...(?)keinen Bestand und ist hinfällig!

2. Bei der hier nicht auszuschließenden Verbindung zum Mineralwasserstrom würde auch dieses in seiner Zusammensetzung verändert und damit zusätzlich gefährdet!

3. Durch den ständigen Zustrom an Eisenoxid-haltigem Wasser werden die Infiltrationsbrunnen allmählich „verockern“ und so ihre „Schluckfähigkeit“ mehr und mehr verlieren, bis diese schließlich ganz aufhört. Dadurch kann der durch das GWM beabsichtigte Grundwasserstand im Absenkungsbereich nicht mehr kontrolliert gehalten werden; mittelfristig sind Schäden an Gebäuden sowie am Baumbestand durch den vergrößerten Grundwasser-Absenkbereich unvermeidbar.

4. Bedingt durch die ständige Innenkorrosion und den damit einhergehenden Materialverlust wird sich die Wanddicke der Rohre stetig verringern und nach schätzungsweise 3 bis 4 Jahren so weit abgebaut sein, daß diese ihre statische Tragfähigkeit verlieren und in den vielen selbsttragenden Abschnitten von teilweise mehr als 6 Metern Spannweite unter ihrem Eigengewicht mit Wasserfüllung zusammenbrechen werden. Dadurch können Personen gefährdet werden, die sich zufällig unter einem solchen plötzlich zusammen-brechenden Rohr befinden. Das Konzept der GWM-Rohre ist in dieser Hinsicht sicherheitsmäßig unzureichend und darf allein schon aus diesem Grund so nicht gebaut werden!

Bei der öffentlichen Vorstellung des „Grundwasser-Management“ am 27.5.2011 im Stuttgarter Rathaus hat Herr Fricke / DBAG-Vorstand , Konzernbevollmächtigter für Projekt S21 alle Anwesenden nachweislich belogen, als er auf die Frage nach einem inneren Korrosionsschutz der Rohre erklärte, daß ein solcher selbstverständlich vorgesehen sei. Die nachfolgenden Bilder der auf der Baustelle angelieferten Rohre überführen ihn der glatten Lüge! Fricke als Belüger der Öffentlichkeit ist damit für dieses Amt nicht mehr tragbar; es wird seine Ablösung gefordert!

Verfaßt von Hans Heydemann/Ingenieure22 Stuttgart, 20.6.2011 PS-Statement mit Kommentaren


Das Grundwassermanangement bleibt uns erhalten!

04.03.2011: : Nesenbach bei Hochwassser und die Antwort von Herrn Kefer
Fazit: Das Grundwassermanagement und die blauen Rohre bleiben ständig
Anfrage bei direktzu und PS-Statement

Erste Installation von blauen Rohren:

20.02.2011: Die ersten blauen Rohre sind angekommen und werden installiert.
(Nißlestr., Nähe Leuze)

20110220_BlaueRohreStgt_DSC02358

Grundwasser - Bahn hält sich mit Infos zu Rohrleitungen zurück:

17.02.2011: Suttgarter Nachrichten -
Auszug: "Ab März wird die Firma Hölscher Wasserbau (Essen) entlang der Baugruben und Tunnel des Bahn-Projekts Stuttgart 21 und bis in Wohngebiete hinein 17 Kilometer Wasserrohre verlegen. Die zehn bis 30 Zentimeter starken Röhren werden auf Betonsockeln auf bis zu 4,50 Meter Höhe aufgeständert.[...] Die von Leitungen betroffenen Bürger würden rechtzeitig informiert[...]drauf hinwirken, dass die Fundamente für die Rohre möglichst klein ausfallen, nicht auf Gehwegen stehen und die Rohre Fenstern nicht zu nahe kommen.” Weiterlesen: PS-Statement

ca. 10-12 blaue Tanks sind auf dem Grundwasser-Management-Terrain aufgestellt.Schönes Stuttgart - und es wird “noch schöner”:

Seit dem 16.02.2011 weithin sichtbar
Auch eine halbe Wahrheit: Für den Tiefbahnhof brauchen wir das Grundwasser-Management, da die Baugrube trocken gelegt werden muss. Dass dafür Bäume gefällt werden mußten, haben Teile der Bevölkerung evtl. durch den “Schwarzen Donnerstag” und die Fällung der 26 Bäume am 1.10.2010 mitbekommen. Dass Tanks aufgestellt werden müssen, war den Bürgern eher nicht klar. - Bild von reinschauen.de

 

 

 Wie es in Köln, Leipzig und Berlin aussieht: Blaue (ziemlich angerostete) Rohre, ca. 50 - 60 cm Durchmesser, in ca. 4 m Höhe über der Straße hinweggeführt . Grundweasser-Management in Berlin.

 

 

 

 

 

 

17.1.2010: Bilder blaue Rohre fürs Grundwasser-Management:
Fotostrecke1: picasaweb.google.com / Fotostrecke2: julian-hinderer.de
Etwas detailliertere Infos und noch mehr Bilder : ceddy0903.de

Obiges Bild und untenstehende Skizze gefunden bei julian-hinderer.de.
Wo in Stuttgart 17 km blaue Rohre verlegt werden sollen:

Skizze, wie die blauen Rohre rund um den S21-Bahnhof verlaufen sollen.